Im Management

Projekt-Management: Fünf anspruchsvolle Cloud-Lösungen im Überblick

Das Angebot an Projekt-Management-Lösungen ist extrem vielseitig geworden. Im Folgenden stellen wir fünf Alternativen für KMUs vor, die in der Public-Cloud betrieben werden und sich in der Praxis längst bewährt haben.

Projekt-Management-Tools sind schon längst im Business angekommen. Sie werden unternehmensweit oder von einzelnen Abteilungen in Unternehmen jeder Größe und aus den verschiedensten Branchen erfolgreich eingesetzt, um die Aufgaben interner Arbeitsteams effizient zu organisieren und eine reibungslose Mitarbeiterkommunikation und Zusammenarbeit zu schaffen. Da jedes Team anders arbeitet und jeder Projekt-Manager seinen ganz persönlichen Führungsstil pflegt, entwickelte sich im Laufe der Jahre ein vielseitiger Markt, der für jeden Anspruch und für jede Anforderung die passende Lösung parat hat. Wer also eine Software sucht, mit der man seine Projekte besser in den Griff bekommen kann, hat die Qual der Wahl. Wichtig dabei ist, dass das einzusetzende System die eigenen, individuellen Arbeitsprozesse und -Methoden unterstützt. Denn wenn die Projektmitglieder die Nutzung der PM-Software als zusätzlichen Aufwand betrachten und darin keinen echten Nutzen für sich erkennen, ist das Vorhaben zum Scheitern verurteilt. 

Im Folgenden führen wir eine Hand voll professioneller Lösungen auf, die jeder, der sich mit dem Thema Projekt-Management beschäftigt, kennen sollte. Diese stehen als SaaS-Dienste in der Public-Cloud zur Verfügung und konnten in der Praxis jeweils tausende von Business-Anwendern überzeugen. Sie legen alle viel Wert auf Usability und auf eine möglichst einfache und intuitive Handhabung. Zudem punkten sie mit transparenten und flexiblen Kosten und können schnell eingeführt werden. Damit eignen sie sich hervorragend für kleine und mittelständische Unternehmen.

Projectplace

Projectplace gehört zu den ersten PM-Lösungen, die man im Browser nutzen konnte. Das erste Release des aus Schweden stammenden SaaS-Dienstes wurde bereits vor über zehn Jahren veröffentlicht. Seitdem hat sich die Software, die laut Herstellerangaben mittlerweile fast eine Million Nutzer zählt,  kontinuierlich weiterentwickelt. So präsentiert sie sich heute im modernen Flat-Design und adressiert mit hochwertigen Mobile-Apps und Social Collaboration-Funktionen die Anforderungen, die an moderne Business-Lösungen zunehmend gestellt werden. Die unzähligen Features, die von dieser ganzheitlichen Lösung bereitgestellt werden, decken drei entscheidende Aspekte der effizienten Zusammenarbeit ab: Projekt-Management, Dokumentenverwaltung und Kommunikation.

Preismodell: Die Team-Version, die alle Standard-Features enthält, kostet 21,50 Euro pro Anwender und Monat. Mit diesem Tarif kann man allerdings nur ein einziges Projekt verwalten. Wer mehrere Projekte gleichzeitig verwalten möchte, der muss auf die Editionen “Enterprise” und “Multi” zurückgreifen. Preise dafür gibt es nur auf Anfrage.

Redbooth

Mit Redbooth (früher bekannt als “Teambox”) präsentiert sich eine weitere ganzheitliche Produktivitäts-Plattform, die mit einem starken Fokus auf Kommunikation, Projekt-Management und Dateiverwaltung direkt mit Projectplace konkurriert. In Sachen Collaboration wartet die Software mit Chat-Diskussionen und Videokonferenzen in HD-Qualität auf. Dokumente lassen sich Projekten zuweisen und mit dem Team gemeinsam bearbeiten. Was die effiziente Dateiverwaltung angeht, bietet das Programm nahtlose Integrationsmöglichkeiten mit populären File-Sharing-Diensten wie Google Drive, Dropbox und Box an. Dokumente, die in einer dieser Plattformen abgelegt sind, können beliebigen Projekten zugeordnet werden und stehen auf der Online-Plattform jederzeit zur Verfügung.

Preismodell: Redbooth setzt auf das unter SaaS-Anbietern beliebtes Freemium-Modell. Kleine Teams mit maximal fünf Mitgliedern können bis zu fünf Projekte kostenlos verwalten. Mit dem funktionell eingeschränkten Gratis-Paket erhalten sie zudem fünf Gigabyte Storage. Die Pro-Version bietet alle Funktionen und unbegrenzte Kapazitäten für fünf Dollar pro Anwender und Monat.

Basecamp

Eine weitere populäre PM-Lösung, die seit vielen Jahren erfolgreich am Markt besteht, ist Basecamp. Die Vorzeigefirma 37Signals aus Chicago, die nicht nur hinter diesem Produkt steht, sondern auch das beliebte Web-Entwicklungs-Framework Ruby on Rails entwickelte, hat damit eine neue Ära des Projekt-Managements eingeläutet. Das vor rund einem Jahr komplett neu gestaltete System ist stark kommunikationsorientiert und reduziert Projekt-Management auf die Verwaltung von Aufgaben, Dokumenten, Deadlines, Meilensteinen und Terminen. Dabei legt Basecamp den Fokus auf eine reibungslose Kommunikation unter den Team-Mitgliedern. Offene Diskussionen sind zentraler Bestandteil der Software. Wer hier allerdings Gantt-Diagramme, kritische Wege, Vorgangsverknüpfungen oder detaillierte Reports erwartet, der wird enttäuscht – auf solche Features verzichtet Basecamp ganz bewusst.

Preismodell: Kunden können aus vier verschiedenen Tarifen auswählen, die sich an Firmen unterschiedlicher Größe richten. Die Preise fangen bei 20 Dollar pro Monat. In dem günstigsten Paket sind zehn Projekte und drei Gigabyte Speicherkapazität für Projektdateien verfügbar. Die Anzahl an Benutzer ist dabei unbegrenzt.

Smartsheet

Zu den bewährten PM-Lösungen aus den USA gehört auch Smartsheet. Die Software verfolgt einen speziellen Lösungsansatz, durch den sie sich von den Konkurrenten deutlich differenziert. So gibt es bei Smartsheet keine Projekte, Kunden oder Aufgaben, die man verwalten kann. Es gibt nur interaktive, “intelligente” Tabellen. Diese werden “Smartsheets” gennant und sind im Grunde nichts anderes als übliche Tabellen, wie man sie aus Excel, Numbers, etc. kennt. Doch diese werden um viele nützliche Werkzeuge für Task-Management, Datei-Verwaltung, Planung und Collaboration ergänzt, die ein professionelles Projekt-Management ermöglichen – selbst bei komplexen Projekten mit vielen Teilnehmern. Somit eignet sich dieses Tool hervorragend für Einsteiger, die ihre Projekte bis jetzt mit Excel verwaltet haben.

Preismodell: KMUs können aus drei Abo-Paketen auswählen, die sich im Funktionsumfang voneinander unterscheiden und unterschiedliche Kapazitäten bereitstellen. Die Preise bewegen sich zwischen 12 Euro und 35 Euro pro Monat. Bei der Nutzerzahl gibt es, so wie bei Basecamp, keine Einschränkungen.

Copper Project

Gestandene Projekt-Leiter, die auf klassische Planungsinstrumente wie Gannt-Diagramme und Reports nicht verzichten möchten, finden in Copper Project  ein weiteres nennenswertes Projekt-Management-Tool, das in der Cloud angeboten wird. Das Feature-Set ist wesentlich umfangreicher als bei Basecamp. So bietet Copper viele Funktionen im Bereich Budgetierung und Reporting, die man beim Konkurrenzprodukt vergeblich sucht. Besonders gut umgesetzt ist bei Copper das interaktive Gantt-Diagramm. Per Drag-and-Drop lassen sich Aufgaben und Deadlines bequem editieren. Zu den weiteren Kernfunktionen der Software gehören unter anderem detaillierte Projekt- und Arbeitszeitberichte, die sich durch verschiedene Filter dynamisch an eigene Bedürfnisse anpassen lassen.

Preismodell: Copper steht in drei verschiedenen Abo-Paketen zur Verfügung: “Studio”, “Corporate” und “Premium”. Die Studio-Version adressiert kleine Teams mit bis zu zehn Mitgliedern und kostet knapp 50 Dollar im Monat. In diesem Tarif sind 100 Projekte und zehn Gigabyte Online-Speicher enthalten.