Im Management

Produktive Online-Meetings: Videokonferenzsysteme mit Fokus auf Collaboration

Moderne Videokonferenzsysteme integrieren oft nützliche Collaboration-Funktionen und helfen damit Unternehmen, auch in räumlich verteilten Teams effizient zusammenarbeiten zu können. Hier eine Vorstellung professioneller Online-Dienste, mit denen sich Online-Meetings reibungslos durchführen lassen.

Dank immer schnelleren Internetanschlüssen, leistungsfähigen Smartphones und Tablets, innovativer Videotechnik, und nicht zuletzt dank immer robusteren Cloud-Computing-Infrastrukturen, die leicht skalierbare On-Demand-Lösungen ermöglichen, erlebt die Videokommunikation etwa 20 Jahre nach ihrem Debüt ihre Renaissance. IT-Riesen wie Google (mit Google+ Hangouts), Apple (mit FaceTime), Microsoft (Skype), Citrix Systems (GoToMeeting) und Adobe (AdobeConnect) geben auf dem Markt für Videokonferenz-Lösungen nach wie vor den Ton an.

Doch neben solchen weitverbreiteten Lösungen der etablierten Softwarehersteller, die von vielen Millionen Anwendern eingesetzt werden, gibt es immer mehr interessante Alternativen, die sich mit innovativen Lösungsansätzen auf dem Markt behaupten wollen. Diese können Unternehmen zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen verhelfen. Denn sie unterstützen Firmen dabei, nicht nur Kosten zu reduzieren, sondern sorgen gleichzeitig mit professionellen Collaboration-Tools für eine Erhöhung der Produktivität bei räumlich verteilten Teams und im Umgang mit externen Kunden und Partnern.

Im Folgenden stellen wir eine Reihe empfehlenswerter Videokonferenz-Lösungen mit Fokus auf effektives Teamwork und Collaboration vor, die für den Einsatz in kleinen und mittelständischen Unternehmen optimal geeignet sind.

WebEx Meetings

Bei WebEx Meetings handelt es sich um eine umfangreiche Online-Videokonferenzlösung, die von Cisco Systems angeboten wird. Was Sicherheit, Performance und Funktionalität angeht, kann das System die Anforderungen anspruchsvoller Enterprise-Kunden problemlos erfüllen. Gleichzeitig wird das Produkt jedoch zu einem Preis angeboten, den sich auch Klein- und Mittelunternehmen leisten können. Den Unterschied macht die Cisco-Lösung mit einer Reihe praktischer Collaboration-Features aus, die gerade im Business-Bereich bei der Systemauswahl häufig entscheidend sind. Dazu zählen neben den üblichen Desktop- und File-Sharing-Funktionen auch professionelle Skizier-Tools, Whiteboards zum gemeinsamen Brainstorming, sowie Meeting-Bereiche, die als zentrale Informationsdrehscheibe dienen.

Unterstützte Plattformen: Kostenlose Mobile-Clients für Smartphones und Tablets (iOS, Android und Blackberry werden unterstützt) geben dem Anwender die nötige Flexibilität, um jederzeit und überall an einer Konferenz teilnehmen zu können.

Preismodell: Webex wird im Freemium-Modell angeboten. Kleine Teams können eine funktionell eingeschränkte Version der Software kostenlos nutzen, die Online-Meetings mit bis zu drei Personen erlaubt. Größere Firmen zahlen für die Premium-Version ab knapp 20 Euro pro Meeting-Gastgeber und Monat.

iMeet

Mit iMeet präsentiert sich eine weitere nennenswerte Lösung aus den USA, die in erster Linie Business-Kunden adressiert, die Video-Conferencing als zentralen Bestandteil einer umfassenden Collaboration-Plattform verstehen.  Das System erlaubt Videokonferenzen mit bis zu 15 Teilnehmern und stellt einem Gigabyte Speicherplatz pro virtuellem Konferenzraum zum Dateiaustausch zur Verfügung. Das komplette Datenverkehr zwischen den Endgeräten und dem Server, so der Hersteller, wird stets verschlüsselt. Ein weitere Vorteil: Die Software arbeitet vollständig im Browser. Die Konferenzteilnehmer können sich einfach über einen Link verbinden und gelangen mit einem Klick in den virtuellen Konferenzraum, ohne eine spezielle Software auf dem eigenen Rechner installieren zu müssen.

Unterstützte Plattformen: Neben der Web-Version ist iMeet auch als native Mobile-App für iOS und Android-Geräte verfügbar.

Preismodell: Das Produkt wird in Deutschland in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom angeboten. Kunden können aus vier verschiedenen Tarifen auswählen, die sich an Firmen verschiedener Größe richten. Die Preise fangen bei knapp 35 Euro im Monat an.

Oovoo

Oovoo ist mit über 70 Millionen Anwendern ein weitverbreitetes Videokonferenzsystem, das aus New York stammt und Online-Meetings in professioneller Videoqualität mit bis zu 12 Personen verspricht. Die Software richtet sich vor allem an Endverbraucher. Dank Features wie Screen- und File-Sharing und Videoaufzeichnungen in professioneller Qualität kann sie aber auch in kleinen Betrieben problemlos zum Einsatz kommen. Ein nettes Feature: Anwender können Videonachrichten an mehrere Personen gleichzeitig senden.

Unterstützte Plattformen: Oovoo ist auf dem Desktop für Windows und Mac OS X verfügbar. Im Bereich Mobile unterstützt der Dienst iOS, Android und Windows Phone. Darüber hinaus ist Oovoo auch als Facebook-App erhältlich. Wie der Anbieter erklärt, sollen sich Online-Meetings mit der Software sogar unterwegs mit einer 3G-Verbindung problemlos abhalten lassen.

Preismodell: Das Programm ist in der Standard-Variante kostenlos. Wer auf Desktop-Sharing und Videoaufzeichnungen nicht verzichten möchte, der muss für die Premium-Version rund drei Euro im Monat auf den Tisch legen.

Meetings.io

Die aus San Francisco stammende Cloud-Lösung Meetings.io versteht sich als eine funktionsreiche, aber gleichzeitig schlicht gehaltene Videokonferenz-Plattform, die sich im Unternehmensumfeld erfolgreich positionieren konnte. So wurde das Startup, das hinter dem Produkt steht, durch den Social-Enterprise-Spezialisten Jive Software übernommen. Das Tool bietet Videokonferenzen mit bis zu fünf Teilnehmern und punktet mit einem optisch ansprechenden und modernen Design, das den Vergleich mit Consumer-Produkten nicht scheuen muss. Screen- und File-Sharing, Planungswerkzeuge, um Meeting-Termine effizient zu vereinbaren, Gruppen-Chats und kollaborative Notizen zählen zu den zentralen Collaboration-Features, mit denen Meetings.io aufwarfen kann.

Unterstützte Plattformen: Das Programm arbeitet, ähnlich wie iMeet, vollständig im Browser. Ein Nachteil besteht darin, dass es keine Mobile-Clients gibt.

Preismodell: Dafür wird die Lösung kostenlos angeboten – und das ohne Einschränkungen.

Dozeo

Neben den vielen US-Lösungen gibt es natürlich auch interessante Alternativen, die hierzulande entwickelt werden. Dazu zählt das Softwarehaus Dozeo aus Stuttgart mit seinem gleichnamigen Videokonferenzdienst aus der Cloud. Dieser funktioniert ebenfalls direkt im Browser und bedarf keiner lokalen Software-Installation. Nach der Registrierung erhalten Anwender ein eigenes Internet-Portal, auf dem sie ihre Meetings planen und abhalten können. Neben Planungs-Tools und den üblichen Sharing-Funktionen bietet das Programm eine Reihe weiterführender Features an, die für mehr Produktivität bei Online-Meetings sorgen können. Hierzu zählt zum Beispiel die Möglichkeit, Dokumente, Bilder und Grafiken bequem präsentieren zu können. Dabei kann der Anwender auf interaktive Weise etwa Textpassagen hervorheben, Elemente auf dem Screen verschieben oder zoomen.

Unterstützte Plattformen: Dozeo ist ausschließlich als Web-Version verfügbar. Desktop- oder Mobile-Clients sucht man vergeblich.

Preismodell: Dozeo ist ab neun Euro im Monat zu haben. Mit der Solo-Version kann ein Gastgeber einen virtuellen Konferenzraum erstellen und Online-Meetings mit bis zu 20 Teilnehmern abhalten. Teams können auf die größere Versionen zurückgreifen. Diese kosten ab knapp 30 Euro pro Monat.