Im Team

Gemeinsam sind wir schwach? - Wie Teamarbeit zu neuem Leben erweckt werden kann

Bild: © Abigail Keenan

Der Gedanke, gemeinsam im Team alles zu schaffen, klingt verlockend. Keine Einzelanklagen, sondern das wohlige Gefühl der Gemeinschaft. Doch Teamarbeit hat seit längerer Zeit mit Image-Schäden zu kämpfen, Effizienz und Motivation der Mitarbeiter werden angezweifelt. Es stellt sich also die grundsätzliche Frage, welche Werte im Unternehmen vorhanden sein müssen, sodass Team- und Projektarbeit endlich wieder besser gelingen.

Die Tugend „teamfähig“ ist in aller Munde. So wird laut dem Jobportal Monster.de bereits in jeder fünften Jobanzeige das Wort „Teamfähigkeit“ aufgeführt. Eine Eigenschaft, die trotz ihrer derzeitigen Image-Krise anscheinend in der Arbeitswelt fortwährend geschätzt und gefördert wird.

Der Spiegel titelte zum Thema Teamarbeit das vernichtende Urteil: „Zusammen sind wir dumm“. Begründet wird dies auf der Annahme, dass die Arbeit in Gruppen „faul und blind“ mache. Die Verführung sei zu groß, wichtige Aufgaben an andere zu delegieren und selbst die Füße hochzulegen. Klingt herrlich, macht aber laut einer Untersuchung unglücklich. Dort heißt es: Von 40 Wochenstunden verbringen Angestellte US-amerikanischer Konzerne im Schnitt 21 Stunden in Meetings. Dabei wird die Zeit nebenher zum Verfassen von E-Mails genutzt. Innerhalb des Teams gelingt es eben leicht, kurz- oder mittelfristig unterzutauchen, ohne, dass es jemand wirklich merkt.

Teamarbeit zeigt Schwachstellen im Unternehmen an

Teamarbeit kann jedoch auch zum Anlass genommen werden, die Schwachstellen im eigenen Unternehmen zu überprüfen. In der internen Gruppenarbeit wird schneller als nirgendwo sonst deutlich, wo der Schuh im Unternehmen drückt. Ob gestörte Kommunikation, Mobbing oder starke Hierarchien – im gemeinsamen Tun werden nicht-förderliche Strukturen relativ zügig ersichtlich. Dabei entscheiden wesentliche Faktoren, ob die Motivation und Bindung zum Arbeitgeber wachsen oder abnehmen.

Checkliste: So stärkt man die Teamarbeit im Unternehmen

  1. Schön, dass du da bist! Nur wer als einzelner Mitarbeiter im Team geschätzt wird, hat den Willen, etwas zum Erfolg beizutragen. Ob Lob oder konstruktive Kritik – der Mitarbeiter möchte erkannt und gesehen werden. Die Wertschätzung steht dabei an erster Stelle und soll signalisieren: Es ist wichtig und richtig, dass du dabei bist!
  2. Sprich mit mir! Die Kommunikation ist ein weiterer wesentlicher Punkt im Gelingen von Teamarbeit. Schwach kommunizierte oder unstrukturierte Projekte werden entweder viel Zeit fressen, bis sie ihr Ziel erreichen oder auf dem Wege dahin im Sande verlaufen. Eine saubere, exakte Vorbereitung des Projekts und kontinuierliche Kommunikationsstruktur erweisen sich als Erfolgsgaranten.
  3. Zusammen sind wir stark! Teams sind erst Teams, wenn aus einer Gruppe von individuellen Köpfen eine Gemeinschaft erwächst. Einzelkämpfer müssen integriert und im Zusammenspiel definiert und getragen werden.
  4. Du schaffst das! Nicht nur die Unternehmensführung hat ihre Ziele, auch die Mitarbeiter haben Bedürfnisse und Ambitionen. Daher ist es wichtig, auch in Team- und Projektarbeit die individuellen Wünsche zu berücksichtigen. Möchte sich ein Mitarbeiter in einem Bereich verbessern? Delegieren Sie die Aufgabenbereiche anders oder kombinieren sie smarte Teams, die sich gegenseitig neuen Mehrwert schenken.
  5. Die Zukunft kommt! Projekte und Teamarbeit sollten nicht nur kurzfristige Befriedigung oder Lösungsansätze fokussieren. Nur wer auch langfristige Pläne verfolgt, bindet die Mitarbeiter nachhaltig an ihre Aufgaben.
  6. Kultur und Werte leben! Unternehmenswerte sind die DNA des Unternehmens und formen das Bild des Mitarbeiters. Nur wer als Firma ein Profil und eine Identität vorzuweisen hat und dies auch authentisch lebt, kann die Werte verbreiten. Wofür ein Unternehmen steht, sollte in einer Agenda schriftlich festgehalten werden. Diversity wird hierbei immer wichtiger.

Struktur und Pflege in der Planung einführen

Für Mitarbeiter ist es wichtig, dass innerhalb des Teams feste Strukturen und wiederkehrende Rituale auftauchen. Diese sollten vom Projektleiter bereits vor Beginn der Teamoffensive erarbeitet und erläutert werden. Hierbei sollte geklärt werden, in welchem Rhythmus gemeinsame Meetings stattfinden müssen, um die Kommunikation zu stärken und den Status Quo zu besprechen.

Wichtig ist auch, vertrauliche Kanäle zu schaffen, die Raum für Kritik und Anmerkungen geben. Fühlt sich ein Mitarbeiter mit seiner Kritik empfangen und geschätzt, fällt die Hemmschwelle, eigene Missstände offen zu äußern. Dies kann auf persönlicher oder anonymer, digitaler Ebene stattfinden.

Grundlegend ist, dass die Projektleiter und Führungen der Unternehmen für die Chancen und Risiken von Teamarbeit sensibilisiert werden und entsprechend nützliche Vorkehrungen treffen, die den Erfolg und Spaß an der Sache garantieren.

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