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Digitization Story - scireum

In unserer neuen Reihe "Digitization Stories" nehmen wir deutschlandweit Unternehmen in den Fokus, die sich mit den wichtigsten Schritten der digitalen Transformation in ihrem Unternehmen auseinandersetzen. Das Software-Unternehmen scireum GmbH stellt sich anhand eines kurzen Profils vor.

Sitz der scireum GmbH in Remshalden bei Stuttgart (Quelle: scireum)

 

Wer seid Ihr, was macht Ihr?

Wir sind ein junges, wachsendes Softwareunternehmen aus Remshalden bei Stuttgart und entwickeln Lösungen für den technischen Großhandel. Durch die komplexen Strukturen und Anforderungen des dreistufigen Vertriebs – also des Produktweges von der Industrie über den Großhandel zum Handwerk –  stellen sich hier stets neue Herausforderungen, wie sie einem bei Software für Endkunden so nicht begegnen. An dieser Stelle kommen wir als Profis für Handelsinformationssysteme und E-Commerce ins Spiel.

Dass der Bedarf nach besonders flexibler und auf die Branchenbedürfnisse zugeschnittener Software nach wie vor sehr groß ist, merken wir Tag für Tag – daher wird unser Kernprodukt “OXOMI”, eine Netzwerk-Plattform für Marketingmaterial, inzwischen auch durch unser Großhandels-Shopsystem “SellSite” und unsere Schattenartikeldatenbank “DataHive“ komplettiert. Dieses Trio stellt ein umfassendes Software-Gesamtpaket für Großhändler dar, welches sowohl Verfügbarkeit, als auch Nutzbarkeit von Informationen der Industrie, sowie Verbänden stark verbessert und vereinfacht.

Was sind Eure größten, täglichen Herausforderungen?

Unsere größte Herausforderung in den letzten Jahren war zweifellos unser eigenes Wachstum. Wir müssen uns stets entscheiden, welche Aufträge wir annehmen und für welche uns dann doch die „Manpower“ fehlt. Denn neue, qualifizierte Mitarbeiter zu finden ist für uns, vor allem wegen unseres hohen Qualitätsanspruchs, nicht immer einfach. Daher müssen wir permanent nach Verbesserungspotenzial in unseren eigenen internen Prozessen suchen: Was lässt sich automatisieren, was lässt sich optimieren?

Darüber hinaus ist der Support für eine Netzwerk-Plattform mit über 1100 teilnehmenden Unternehmen an sich schon durchaus fordernd. Jede Änderung am System beeinflusst sofort alle Kunden. Dementsprechend hoch ist unser eigener Anspruch an die Qualität unserer Arbeit, insbesondere unserer Softwarequalität – bei einem gravierenden Fehler würden die Telefone hier nicht mehr stillstehen.

Was versteht Ihr unter dem Begriff Digitalisierung?

Digitalisierung bedeutet für uns, dass „Medienbrüche“ abgeschafft werden, also Anlässe, während eines Prozesses das Medium zu wechseln. Dazu müssen Vorgänge und Informationen weitestgehend digital gehalten werden.

Bei Großhändlern sieht es beispielsweise sehr häufig tatsächlich noch so aus, dass regelmäßig aktuelle Printunterlagen angefordert werden müssen und diese dann jedes Mal sowohl gesucht, als auch durchsucht werden müssen, wenn man zu einem oder mehreren Artikeln des jeweiligen Herstellers recherchiert. Das ist natürlich nicht nur zeitintensiv, sondern auch unpraktisch, weil zum Beispiel ein Verkaufsgespräch dafür unterbrochen werden muss. Wir sind für unsere Kunden also im Prinzip „Digitalisierungs-Dienstleister“ und bieten mit OXOMI die passende Lösung.

Seht Ihr euch eher als "Digital Natives" oder als "Digital Beginners" und warum?

Wir sind definitiv Digital Natives durch und durch. Bei einer Software-Firma ja auch ganz selbstverständlich. Wer bei uns arbeitet, ist in der digitalen Welt zuhause. Unsere Entwickler nutzen nicht nur diverse praktische Tools, sondern erfinden und programmieren auch liebend gerne selbst neue Tools – sowohl bei der Arbeit, als auch privat.

In welchen Bereichen arbeitet Ihr bereits mit webbasierten Tools?

Bei uns ist es in der Tat einfacher zu fragen: “Was ist bei euch nicht webbasiert?” Das wäre die Entwicklungsoberfläche IntelliJ und im Vertrieb Microsoft Office, wobei hier auch immer mehr Google Apps for Work in allen unkritischen Bereichen genutzt wird.

Nahezu alles andere nutzen wir webbasiert: CRM, Buchhaltung, Messaging, Email und Groupware, Ticketsystem, Build und CI System, Source Code Verwaltung, Wiki –  sogar unser Kaffee kommt von einem eCommerce-Startup aus Stuttgart.

Inwieweit hat sich Euer Arbeitsalltag durch Digitalisierungsprozesse verändert?

An sich hat sich nicht viel geändert, da wir schon immer sehr digital waren. Ein paar Dinge haben wir vor ein paar Jahren, als wir noch kleiner waren, noch analog gemacht, beispielsweise Aufgaben und Tickets. Hier haben wir aber dann auch ganz schnell gemerkt: „Das ist so überhaupt nicht effizient, da muss eine bessere Lösung her“.

Die ganzen Tools, mit denen wir arbeiten, ermöglichen es uns erst so zu arbeiten, wie wir es tun – möglichst zeiteffizient und sicher. Gerade durch unser Wachstum haben sie zusätzlich an Bedeutung gewonnen – je mehr Mitarbeiter wir haben, desto eher müssen Prozesse auch von anderen leicht nachvollziehbar sein. Außerdem geht auch nichts verloren, weil beispielsweise nur eine bestimmte Person weiß, wo etwas zu finden ist.

Wir sind so digital wie möglich, wir können gar nicht anders.

Vielen Dank an Michael Haufler von scireum.